Wort des Tages: Fach

Aussprache: [fax]

Bedeutung:

  • Bauwesen: der durch das Balkengerüst gebildete und mit Lehm oder Ziegeln ausgefüllte Zwischenraum einer Fachwerkwand.
  • Ordnungselement zur Aufbewahrung von Gegenständen in einem Schrank, Regal oder Kasten.
  • Kurzform für ein Fachgebiet in Wirtschaft und Wissenschaft.
  • Bezeichnung für ein Unterrichtsfach in Schulen.
  • Die Eignung eines Sängers oder Schauspielers für eine bestimmte musikalische Richtung im Musiktheater oder Theater.
  • Ein Raum, der beim Weben entsteht, wenn Kettfäden gehoben und gesenkt werden.

Herkunft: Mittelhochdeutsch “vach”, althochdeutsch “fah”, westgermanisch *faka- „Fach, Teil, Abteilung“, belegt seit dem 8. Jahrhundert. Ursprünglich bezeichnete das Wort ein geflochtenes Fischwehr in Flüssen.

Beispiele:

  • Das Fach wird mit Lehm gefüllt.
  • Das Fach im Schrank klemmt.
  • Ihr bestes Fach in der Prüfung war die Statistik.
  • Ein Webstuhl muss eine Vorrichtung aufweisen, mit der abwechselnd ein Teil der Kettfäden angehoben wird, ein anderer abgesenkt, so dass ein Fach entsteht.

Redewendung:

  • unter Dach und Fach – sicher unterbringen, abschließen

Wortbildungen:

  • Adjektive/Adverbien: fachbegrenzt, fachdidaktisch, fachlich, fachspezifisch.
  • Verben: fachsimpeln, fächerübergreifend.
  • Substantive: Facharbeiter, Fachgebiet, Fachmann, Fachterminologie.

Übersetzungen:

  • [1–6] Wikipedia-Artikel „Fach“
  • [2–6] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fach“
  • [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Fach“